Am 01. Juli 2021 findet ein siebenjähriger Streit um die Konzession für das Berliner Stromnetz ein Ende. Nach einem ambitionierten Zeitplan von nur neun Monaten steht alles für einen Übergang bereit. Dieser wird ab dem 01. Juli von der bisherigen Tochter von Vattenfall der Stromnetz Berlin GmbH rückwirkend zum 01. Januar 2021 zum Land Berlin vollzogen.

ver.di begrüßt die Rückführung des Stromnetzes in die Öffentliche Hand. Von zentraler Bedeutung für die betrieblichen ver.di-Vertreter war, dass es durch den Übergang nicht zu Verschlechterungen für die Beschäftigten kommt. Dieses Ziel wurde erreicht. Ein Zusicherungspapier sichert einen 1:1 Übergang für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Robin Marks, zuständiger Gewerkschaftssekretär: „Es ist für uns ein großer Erfolg, dass alle unsere Tarifwerke weiter gelten. Das war nur durch unsere starke Mitgliedschaft bei der Stromnetz Berlin GmbH und unseren dort tätigen ver.di Betriebsräten möglich.“ Auch die Mitbestimmungsstrukturen bleiben bei der Stromnetz Berlin GmbH weiter bestehen. Die bisherige Stromnetz Berlin GmbH wird nun zukünftig die Tochtergesellschaft neugegründeten BEN (Berliner Energie und Netzholding GmbH).

Ellen Naumann, Landesfachbereichsleiterin Ver-und Entsorgung Berlin-Brandenburg „Eine kleine Baustelle bleibt leider bei der neuen BEM bestehen. Von Seiten der Anteilseigner wurde einseitig beschlossen, diesen Aufsichtsrat ohne Mitbestimmung aufzustellen. Dieses Vorgehen weicht deutlich von den in anderen Unternehmen praktizierten vorgehen ab. Wir fordern hier zu einer schnellen Kehrtwende auf, um auch in diesem Aufsichtsrat die Sichtweise der Mitbestimmung bei den zu fällenden Entscheidung einzubeziehen.“

Quelle: ver.di Berlin-Brandenburg – Die Stromnetz Berlin GmbH – Zurück in der Stadt