Die Untersuchungen gegen Boliviens ehemalige Putschpräsidentin Jeanine Áñez haben gezeigt, dass ihr damaliger Amtskollege in Ecuador, Lenín Moreno, zur Unterstützung des Staatsstreichs Waffen geliefert hat, um gegen das protestierende Volk vorzugehen. 2019 war Boliviens Präsident Evo Morales trotz seines Sieges bei der Präsidentschaftswahl von einer Allianz aus reaktionären Politikern und Militärs sowie der OAS gestürzt worden.

Die bolivianische Nachrichtenagentur ABI meldete, dass die damalige Regierung Ecuadors zu jenem Zeitpunkt 5.500 Handgranaten GL-302, 500 Schall- und Blitzgranaten, 2.398 Projektile großer Reichweite Kaliber 37 MM und 560 Projektile kurzer Reichweiter Kaliber 37 MM geliefert habe.

Boliviens Justizminister Iván Lima teilte dazu auf Twitter mit, dass aufgrund „der von Ecuador durchgeführten und in Bolvien vorgelegten Untersuchung dieses internationale Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch den Einsatz dieser Waffen gegen das bolivianische Volk strafrechtlich verfolgt werden muss. Die Verantwortung von Áñez und Lenin Moreno darf nicht ungestraft bleiben.“

Der Fernsehsender Telesur berichtete seinerseits, dass der Anwalt und Abgeordnete des ecuadorianischen Parlaments Fausto Jarrín Terán wegen des Verbrechens der Lieferung von Waffen, Tränengas und Geschossen für den Einsatz gegen die bolivianische Zivilbevölkerung während der de-facto Regierung von Jeanine Áñez eine Klage gegen den ehemaligen Präsidenten Lenin Moreno eingereicht habe.

Aus der Dokumentation geht hervor, dass dieses Kriegsarsenal den Tod von 37 Menschen verursacht hat, wozu auch die der Massaker von Sacaba und Senkata gehören.

Quelle: Granma – Lenin Moreno beschuldigt, Kriegsmaterial zur Unterstützung des Putsches in Bolivien geliefert zu haben