Nach der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Peru ist der Ausgang auch fast neun Stunden nach Schließung der Wahllokale offen. Nach Auszählung von gut 83 Prozent der Wahlakten liegt die ultrarechte Diktatorentochter Keiko Fujimori mit 51,014 Prozent knapp vor dem linken Kandidaten Pedro Castillo, der demnach auf 48,986 Prozent kommt.

Die Wahlbehörde ONPE weist aber ausdrücklich darauf hin, dass noch die Stimmen der Bevölkerung auf dem Land, im Urwald und im Ausland fehlen. Dort hat Castillo seine größte Anhängerschaft. Und tatsächlich verringerte sich der Abstand zwischen beiden KandidatInnen zuletzt von Zwischenstand zu Zwischenstand. Ob es am Ende für Castillo oder Fujimori reicht, ist deshalb offen.

Eine „Schnellzählung“ des Meinungsforschungsinstituts IPSOS hatte in der Nacht zum Montag einen hauchdünnen Erfolg für Pedro Castillo prognostiziert, demnach hätte er sich mit 50,2 gegen 49,8 Prozent der gültigen Stimmen durchgesetzt. Dem detaillierten Bericht zufolge hatte auch hier Fujimori lange vorn gelegen, bis die Stimmen der Landbevölkerung in das Ergebnis einflossen.

Quellen: La República, ONPE via Twitter, Ipsos via Twitter / RedGlobe