Internationalismus, Hingabe, Liebe und Altruismus fließen in dem Kontingent kubanischer Ärzte zusammen, die am gestrigen Dienstag aus der Bolivarischen Republik Venezuela in Ciego de Avila eintrafen, um den Kampf gegen COVID-19 zu unterstützen.

Ihre Augen zeigten ihre Müdigkeit, die Spuren schlafloser Nächte und vieler zurückgelegter Kilometer, denn sie mussten aus verschiedenen Bundesstaaten des südamerikanischen Landes anreisen, sich treffen, das Flugzeug nach Kuba nehmen und ihre Reise nach Ciego de Avila antreten, einer Provinz mit einer angespannten epidemiologischen Situation, in der am Dienstag zwei Todesfälle und 637 neue positive Fälle der Krankheit gemeldet wurden.

Pedro del Rosario Pérez, ein Intensivmediziner aus Santiago de Cuba, hält sich seit 22 Monaten in Venezuela auf, ohne seine Verwandten gesehen zu haben, mit der Erfahrung, neunmal in den „roten Zonen“ jenes Landes gewesen zu sein. „Ich bin an intensive Arbeit gewöhnt, so wie ich es auch in Kuba sein werde. Gestern dort, heute hier, in meiner Heimat“, versicherte er kurz nach der Begrüßung durch die Behörden des Territoriums, angeführt von Carlos Luis Garrido, Mitglied des Zentralkomitees der Partei und dessen erster Sekretär in der Provinz.

Dr. Yanín Suárez Gutiérrez, eine Ärztin aus Camagüey, Spezialistin für Allgemeinmedizin und Veteranin von vier Einsätzen, wurde gefragt, ob sie bereit sei, nach Kuba zu kommen, und ohne zu zögern packte sie ein paar Habseligkeiten und fand sich ein paar Stunden später in Ciego de Ávila wieder. Mit Nachdruck sagte sie: „Die Heimat braucht uns und wir sind hier, um ihr zu dienen“.

Auch die Ärztinnen Lidia Esther Figueredo Ojeda und Marlenys Hernández Salazar aus der Provinz Granma bekräftigten, dass sie so lange wie nötig in der Provinz bleiben werden, um die Pandemie durch ihren Einsatz zu besiegen. „Wir wissen, dass es Komplikationen gibt, aber unsere Arbeit wird die Ärzte hier entlasten“, sagt Lidia Esther.

„Wir sind gekommen, um zu kämpfen“, merkte Marlenys an.

Die Gruppe von Ärzten, die aus Venezuela in Ciego de Avila eingetroffen ist, wird sich schnellstens den verschiedenen Gesundheitszentren der Provinz anschließen. Foto: Ortelio González Martínez

Nachdem er einen Überblick über die Situation in der Provinz gegeben hatte, sagte Jorge Luis Perdomo Di-Lella, stellvertretender Ministerpräsident, dass sie in einer sehr komplexen Zeit für das Land und das Gebiet ankommen. „Die Hilfe, die Sie leisten werden, wird sehr wertvoll sein und die Bevölkerung wird Ihnen für alles danken, was Sie zum Wohle der Gesundheit tun“, sagte er dem Kontingent, das aus Ärzten aus den Provinzen Granma, Havanna, Holguín, Las Tunas, Santiago de Cuba, Camagüey und der gastgebenden Provinz Ciego de Ávila besteht.

Regla Angulo, stellvertretende Gesundheitsministerin, erläuterte die geltenden Protokolle, die den Einsatz von Nasalferon bei Heimaufnahmen für verdächtige Patienten mit positivem Antigentest, Interferon für bestätigte Fälle in Pflegezentren, Nimotuzumab für schwerkranke Patienten und Jusvinza für kritisch erkrankte Patienten beinhalten.

Quelle: Granma – Aus Venezuela kommend treffen Ärzte mehrerer Provinzen in Ciego de Avila ein