Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Partei und Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, trat in Begleitung von Mitgliedern seines Arbeitsstabes der Partei und der Regierung vor die Presse, um eine Reihe von Fragen zu klären, über die versucht worden ist, Kuba zu diskreditieren. In den letzten Tagen wurde die Art und Weise der Bekämpfung der Pandemie infrage gestellt, um provokative Vorfälle vonseiten interner Söldner auszulösen, Unzufriedenheit zu fördern und die Einheit des Volkes zu brechen.

Nach den Informationen zur Stromerzeugung, dem ersten Thema des Tages, erläuterte der Präsident, der von Haus aus Elektroingenieur ist, die Besonderheiten des nationalen Energiesystems, das stark von den Auswirkungen der US-Wirtschaftsblockade und des Überverbrauchs geprägt ist.

Díaz-Canel erinnerte daran, dass bei der Verschärfung der restriktiven Maßnahmen vonseiten der USA im Jahr 2019, als die Anwendung von Kapitel III des Helms-Burton-Gesetzes angekündigt wurde, der Bevölkerung transparent erklärt worden war, dass es zu Engpässen und Schwierigkeiten kommen werde. Damals zielte die Sanktionspolitik darauf ab, die Einfuhr von Treibstoff nach Kuba zu boykottieren.

„Was war die Entscheidung Kubas?“, fragte er. „Die Stromerzeugung für die Bevölkerung zu sichern, auch um den Preis, dass die Wirtschaftsleistung des Landes sinkt.“

„Seit mehr als anderthalb Jahren“, so fügte er hinzu, „haben wir keine Stromausfälle mehr gehabt, mit Ausnahme derer, die in den letzten Tagen aufgetreten sind, und jetzt gibt es ein Erzeugungsdefizit aufgrund von Stromausfällen. Jemand sagte uns einmal, es sei ein Wunder, dass wir keine Stromausfälle hätten; aber nein, es ist kein Wunder.“

Der kubanische Präsident räumte ein, dass die notwendigen Brennstoffe nicht immer rechtzeitig zur Verfügung standen, während er betonte, dass die Insel über eine thermische Energieerzeugung verfügt, die mit kubanischem Rohöl arbeitet.

Außerdem, so fügte er hinzu, haben wir mehrere Technologien, die mit verschiedenen Arten von Kraftstoff arbeiten. Stehen die Brennstofftypen nicht rechtzeitig zur Verfügung, ist die Erzeugung überlastet.

Oftmals seien die Generatorengruppen fast jeden Tag in Betrieb, zuzüglich zur thermischen Energieerzeugung, und das führe zu Verschleiß und außerdem bleiben weniger Tage übrig, um diese Systeme instand zu halten, sagte er.

Laut Díaz-Canel haben diese Überlastungsaktion, der Mangel an Ersatzteilen, die Finanzierung, die wir nicht erhalten konnten, und die wirtschaftliche Belagerungspolitik, die von der derzeitigen US-Regierung verstärkt und aufrechterhalten wird, dazu geführt, dass wir nicht rechtzeitig über die Ressourcen oder Ersatzteile verfügen.

Der Erste Sekretär der Partei sagte mit Blick auf die Statistik, dass Kuba im Vergleich zu den Angaben des amerikanischen Kontinents die wenigsten Fälle pro Million Einwohner aufweist. Die Insel hat einen Letalitätsgrad von 0,64 %. Foto: Estudios Revolución

Außerdem, so fügte er hinzu, nähern wir uns dem komplexesten Moment, der Sommer steht vor der Tür; wir haben keine Deckungskapazität, und ein Kraftwerk auszuschalten bedeutet, Erzeugungskapazität zu verlieren, die Nachfrage steigt und dann kommt es zu Stromausfällen.

Laut dem Staatsoberhaupt haben die Stromabschaltungen dieses Moments jedoch eine andere Besonderheit, die auf COVID-19 zurückzuführen ist. „Zusätzlich zu den Einrichtungen des Gesundheitssystems mussten wir Aufnahmezentren in anderen Einrichtungen eröffnen, wir haben sogar Hotels zu Krankenhäusern gemacht.“

Ebenso führte er aus, dass unter dem Konzept, die Unannehmlichkeiten für diese COVID-19-Patienten zu vermeiden, mehr Schaltkreise geschützt werden mussten. Und das führe zu Missverständnissen in der Bevölkerung.

Allerdings, betonte er, könne man sicher sein, dass die kubanische Regierung den Willen gehabt habe, so wenig Unannehmlichkeiten wie möglich zu verursachen. „Wir schalten nicht ab, um die Bevölkerung zu stören. Hinzu kommt, dass wir inmitten neuer Investitionen in die Branche stehen, nur dass die Inbetriebnahme zwar geplant ist, aber im Laufe der Zeit durch unvorhergesehene Umstände gebrochen werden kann.“

„Wir führen eine Großinstandsetzung in einer der Felton -Einheiten durch; wir tätigen eine Investition mit Finanzierung durch die Russische Föderation in der thermoelektrischen Anlage in Mariel; wir reparieren eine Gruppe von Anlagen; aber die thermoelektrische Anlage Antonio Guiteras in Matanzas ist ausgefallen. Es gibt ein ganzes Energie-Investitionsprogramm, jedoch durchlaufen wir leider diese Situation“, sagte der Präsident.

Nach Meinung des Ersten Sekretärs der Partei ist es klar, dass jede Äußerung aus der Bevölkerung, jede Beschwerde bewertet werden könne. Und dass das Geschehene auf keinen Fall das Volk verärgern sollte.

„Heute müssen wir trotz der Aussichten auf Besserung folgendes bedenken: Wir müssen so viel wie möglich verantwortungsvoll sparen, sowohl im privaten als auch im staatlichen Bereich. Und unser qualifiziertes Personal muss mit größter Effizienz das Wartungssystem einhalten“, sagte er.

Das Staatsoberhaupt verlangte von der US-Regierung die Rücknahme der 243 Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erstickung und die Aufhebung der Blockade. Das sei das einzige, was Kuba brauche. Foto: Estudios Revolución

WIR HABEN DAS VOLK AUFGERUFEN, SEINE REVOLUTION ZU VERTEIDIGEN

Díaz-Canel demontierte die Funktionsweise der ideologischen und gewalttätigen Maschinerie hinter den Unruhen, die in den letzten Stunden in Kuba stattgefunden haben. Er prangerte auch die Meinungsmatrix an, die sie zu erzwingen versuchen, dass das Volk zur Konfrontation aufgerufen worden sei, während das Volk vielmehr zur Verteidigung seiner Rechte aufgerufen wurde.

Er versicherte, dass sie jetzt versuchen, die Ereignisse dieses Sonntags zu kritisieren, weil sie behaupten, es habe einen Aufruf zur Konfrontation unter den Kubanern gegeben.

Wir riefen das Volk auf, seine Revolution zu verteidigen, und das Volk ging zur Debatte, zum Streit, aber die Demonstranten antworteten mit Gewalt und das Volk verteidigte sich, betonte er.

Mit Blick auf den „berühmten Regimewechsel“ in Kuba fragte der Präsident: „Wen stört unser Regime? Nicht die Mehrheit des Volkes, denn die Mehrheit hat es in tausenden von öffentlichen Debatten, an denen auch Andersdenkende teilgenommen haben, befürwortet.

„Wen stört es? Die USA? Warum sehen sie nicht die Vorzüge eines Systems, das für alle arbeitet und Ergebnisse in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, soziale Sicherheit und Ruhe der Bürger vorzuweisen hat?“

„Leider ermutigen sie Manöver, die im Vandalismus enden, und das bringt uns dazu, unsere Reihen fester zu schließen, uns mehr zu vereinigen, es macht uns klar, was die wirklichen Absichten sind, und lässt wahre Verteidigungspositionen entstehen, denn eine erzwungene Antwort zur Verteidigung der Revolution kann nicht erreicht werden.“

Sie wollten diese Situation anfachen, sagte der kubanische Präsident, inmitten eines komplexen Szenarios der Pandemie, in dem die Isolation extrem sein muss. Ist das nicht grausam, unmenschlich und völkermörderisch? Deshalb haben sie die Reaktion bekommen, die sie verdient haben, und wir sind uns bewusst, wie wir diese Aggression überwinden können.

Díaz-Canel sagte, dass nichts umsonst geschehe. „Wem nützt das, was geschehen ist? Dem konservativen Sektor der Mafia von Miami, der die inszenierten Kampagnen finanziell unterstützt hat, um einen Vorwand zu haben, jetzt, wo eine Überprüfung der US-Politik gegenüber Kuba auf der Tagesordnung steht.“

Kuba braucht keine humanitäre Intervention. Was Kuba und die Welt brauchen, ist viel Solidarität in Zeiten wie diesen. Foto: Estudios Revolución

DAS LAND HAT SICH DER PANDEMIE MIT GANZER KRAFT GESTELLT

Nach Meinung des Ersten Sekretärs der Partei muss die aktuelle Situation der Pandemie vor dem Hintergrund gesehen werden, der mit dem Kontext verbunden ist, in dem sich das Land entwickelt hat, und der Art und Weise, wie das Land gearbeitet hat, um dem neuen Coronavirus zu begegnen.

Die Pandemie sei eine Herausforderung inmitten der Situation der Knappheit und der verstärkten Maßnahmen der US-Regierung.

Leider sei die Risikowahrnehmung an einigen Orten gesunken, und es zirkulierten Stämme, die aggressiver und übertragbarer seien, was zu einem Pandemieschub geführt habe. „Kuba hat länger als andere Länder gebraucht, um in diese Situation zu kommen, aber wir werden auch diese Situation überwinden“.

Was waren die Konzepte, mit denen wir gearbeitet haben? An erster Stelle nannt er die Gesundheit des Volkes. Jeden, den wir in eine staatliche Einrichtung bringen können, nehmen wir auf. Ebenso wurden die Kontaktpersonen, die Verdächtigen und all diese Menschen in staatliche Institutionen gebracht; dort haben wir uns um alles gekümmert und es ist uns gelungen, die Übertragung zu stoppen.

Es war die Anstrengung dieser Wissenschaftler, denen wir lange Zeit um neun Uhr abends applaudiert haben, und ich denke, dass wir ihnen jetzt noch mehr applaudieren müssen für all die Mühe, die sie sich machen, schlug er vor.

Als er Kubas Ergebnisse mit denen der ersten Welt verglich, wies er darauf hin, dass dies uns erlaube zu wissen, wie wir uns schlagen und was wir noch tun können.

In seiner Argumentation zeigte er die Zahlen nach Ländern auf, und es wurde deutlich, dass Kuba von den meisten anderen Nationen absticht, die eine robustere wirtschaftliche Situation haben als Kuba, keine von ihnen werde blockiert, und alle hatten Pandemiespitzen.

Keinem von ihnen sei gesagt worden, dass eingegriffen werde und humanitäre Korridore eröffnet würden, prangerte das Staatsoberhaupt an.

Die Tests mit dem Abdala-Impfstoff und dem Soberana-Kandidaten wurden in Anwesenheit des Virenstammes südafrikanischen Ursprungs durchgeführt, sagte er, während er die Aufmerksamkeit auf die Anzahl der Todesfälle pro Million Menschen lenkte. Nur Japan habe einen besseren Indikator als Kuba.

Ebenso richtete er seinen Blick auf die Statistik der Todesfälle. Was die Aufzeichnungen der Krankheit in Amerika und in der Welt betreffe, so weise Kuba weniger Sterbefälle pro Million Einwohner auf. Kuba habe eine Sterblichkeitsrate von 0,64 Prozent. Müsse man sich wegen Kuba Sorgen machen? – Wobei uns jeder Tod schmerzt.

Díaz-Canel, kommentierte, dass Leute gebe, die heuchlerisch sagen, dass dieses Land, mit diesen Indikatoren, eine humanitäre Intervention benötige, von der wir alle wissen, wohin sie führen werde. „Es ist der gleiche Diskurs mit zweierlei Maß wie immer.“

Dann fügte der Präsident der Analyse weitere Fragen hinzu: „Wo sind die Morde in Kuba? Warum kümmern sie sich nicht um die Morde in Lateinamerika? Wieder einmal sehen wir, dass die OAS ihre Rolle im unkonventionellen Krieg spielt. Wann hat die OAS die Ablehnung der Wirtschaftsblockade gegen Kuba angesprochen? Die Fakten widerlegen diese verleumderischen Theorien, mit denen sie versuchen, uns anzugreifen.

Bezüglich der Pandemiespitze wiederholte er, dass die Zahl der Fälle zunehme und dass dieses Wachstum – bei den bestehenden Krankenhauskapazitäten – beginne, größer zu werden. Daher könne das Konzept, dass jeder in eine Einrichtung komme, nicht länger erfüllt werden.

Er fügte hinzu, dass in Matanzas heute 110 Zentren geöffnet sind, in denen Kranke, Verdächtige und Kontaktpersonen von Kontaktpersonen behandelt werden. In anderen Provinzen, die diese Situation haben, sei es nicht möglich, alle in staatlichen Einrichtungen unterzubringen.

„Deshalb“, räumte er ein, „müssen wir zur Heimaufnahme übergehen, die immer noch eine enorme institutionelle Verantwortung mit sich bringt, weil man den Patienten Haus für Haus besuchen muss. Sie birgt aber auch eine enorme Verantwortung für die Familie, die eine Reihe von Maßnahmen ergreifen muss, damit die Aufnahme gelingt.“

„Mit dieser Komplexität sind wir konfrontiert“, betonte Díaz-Canel. „Wenn wir mehr Zentren eröffnen, müssen wir auch mehr medizinisches Personal bereitstellen. Im Moment eröffnen wir diese Zentren, aber wir eröffnen auch Impfzentren; daher werden auch die personellen Ressourcen beansprucht. Und wenn es mehr kranke Menschen gibt, werden auch mehr Medikamente benötigt. Darüber hinaus müssen wir die Anzahl der kritischen und schwerkranken Patienten berücksichtigen, um einen Zusammenbruch der Intensivstationen zu verhindern.“

„Wir machen uns Sorgen über jeden Todesfall“, sagte das Staatsoberhaupt, „und unter ihnen tut es besonders weh, den Tod von vier Kindern und acht schwangeren Frauen beklagen zu müssen. Ebenso hob er die Protokolle für diejenigen hervor, die die Krankheit überstanden hätten und um die sich gekümmert werden müsse.

„Wir haben unsere Stärken“, sagte er. „Heute hat das Land bereits 34 % der Bevölkerung über 19 Jahre mit einer Dosis geimpft. Wir bedauern alle Todesfälle, aber wir müssen auch anerkennen, was alles für das Leben getan wurde. Andernfalls hätte es mehr Todesfälle gegeben.“

Gestützt auf die Statistik stellte er die Analyse an, dass in Kuba 1,69% aller Patienten einen ernsten Zustand erreichen, zwei Drittel der schwerkranken Patienten werden gerettet, und 90% aller Fälle werde gerettet. Diese Elemente zeigen die Situation von COVID-19 auf der Insel.

Er erklärte weiter, dass, wenn eine Person die Impfung mit einer ersten Dosis beginnt und erkrankt, dieser Impfzyklus unterbrochen werde. „Wir müssen alle Maßnahmen in Bezug auf das Verhalten der Menschen, die körperliche Distanzierung, verantwortungsvoll verfolgen, damit wir in kürzester Zeit diesen Epidemieschub überwinden und mit den anderen Kategorien differenzierter arbeiten können.“

Der kubanische Präsident dankte für die Solidarität und die aufrichtige Hilfe, die aus verschiedenen Teilen der Welt kam. Foto: Estudios Revolución

STATISTIKEN IN KUBA: TRANSPARENZ, GENAUIGKEIT UND WAHRHAFTIGKEIT

Díaz-Canel sagte, dass die statistische Analyse von grundlegender Bedeutung sei und von verschiedenen Bereichen aus erfolge, wie z. B. mathematische Modelle, die uns auf bestimmte Situationen aufmerksam gemacht und uns Wege aufgezeigt haben, denen gefolgt werden sollte.

In der Statistik, betonte er, haben wir die Prinzipien der Transparenz, Genauigkeit und Wahrhaftigkeit verteidigt, und wir waren ehrlich, unter dem Prinzip, dass wir die Bevölkerung niemals mit Informationen belügen werden.

Außerdem, so fügte er hinzu, arbeiten wir mit unseren Datenbanken undifferenziert, individuell, persönlich und kollektiv.

Im Hauptquartier des Palastes der Revolution, sagte er, gebe es ein Dashboard mit aktualisierten Informationen, in Echtzeit, über das Verhalten der Pandemie. Und es gebe eine historische Reihe aller COVID-19-Statistiken, die es uns erlaube, Analysen zu machen. So funktionieren alle Strukturen.

DANK FÜR DIE AUFRICHTIGE HILFE FÜR KUBA

Der kubanische Präsident bedankte sich für die Solidarität und die aufrichtige Hilfe, die aus verschiedenen Teilen der Welt kommt, von Gruppen und Institutionen der Solidarität mit Kuba, von den ehrlichen Menschen in der Welt, die die harte Realität, die wir durchleben, und ihre Ursachen einzuschätzen verstehen.

Er verwies auch auf die Hilfe aus befreundeten Ländern wie Venezuela mit Präsident Nicolás Maduro, die Botschaften der Unterstützung aus Mexiko und von Präsident Andrés Manuel López Obrador, vom ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva … Diese Hilfe werden wir annehmen, weil sie legitim, erhebend und emanzipierend ist und das Beste des Weltdenkens demonstriert.

Die Hilfe, die wir nicht akzeptieren werden, betonte er, ist jene, die keine Hilfe ist, sondern eine Einmischung. Sie versuchen, sie mit Begriffen zu tarnen, aber sie kommt mit schlechten Absichten und wir werden sie unter keinen Umständen zulassen.

Díaz-Canel bekräftigte, dass die Arroganz der Yankees wieder einmal versagt habe, als sie glaubten, sie würden Kuba isolieren, indem sie auf diese simulierten Pläne setzten, doch heute unterstützt uns die Welt. „Kuba ist nicht allein.“

„Jedes Mal isoliert sich die US-Regierung mehr und mehr aufgrund dieser kriegerischen Haltung ohne jeden Grund gegen Kuba und gegen unser heldenhaftes Volk. Kuba lebt weiterhin und Kuba siegt“, sagte er.

Wir haben Solidaritätsbekundungen, Unterstützung und Bereitschaft von im Ausland lebenden Kubanern erhalten, fuhr er fort, und auch dieser Gemeinschaft drücken wir unseren Respekt aus.

Die Parteiführer und Minister erläuterten die komplizierte Lage der Nation, die einem unkonventionellen Krieg des US-Imperialismus ausgesetzt ist. Foto: Estudios Revolución

IN KUBA WIRD KEINE HUMANITÄRE INTERVENTION BENÖTIGT

In seinen abschließenden Worten erklärte der Präsident der Republik, dass in dieser Woche nach dem Arbeitsplan des Staates die entsprechenden Sitzungen der Nationalversammlung der Volksmacht hätten stattfinden sollen. Sie wurden aufgrund der aktuellen Situation verschoben, wobei dem Volk in gewisser Weise bereits eine wichtige Menge an Informationen vermittelt wurde.

„Wir haben ehrlich, wahrheitsgemäß und transparent über die Situation unseres Landes informiert. Wir haben unsere Wahrheiten ausgesprochen und verteidigt, ich würde sagen, vehement und fest. Wir haben die permanente Aggression gegen die Revolution, gegen die Nation und gegen das kubanische Volk angeprangert,“ fasste er zusammen.

Er bezog sich auf die Genehmigung der Notfallanwendung von Abdala, die die Anerkennung als erster lateinamerikanischer Impfstoff mit sich bringt; und auf der anderen Seite die Anerkennung der 91,2%igen Wirksamkeit von Soberana, beides wissenschaftliche Meilensteine des kreativen Erbes unserer Revolution, die perfekt das Konzept einfügen, dass wir einen kreativen Widerstand haben, der Widrigkeiten widersteht, aber auch schafft, um die Gegenwart zu überwinden und die Zukunft zu verbessern.

Er betonte ebenso, dass die angebotenen Informationen von unangenehmen Nachrichten begleitet wurden, wie z. B. die Zunahme der Zahl der Ansteckungen mit COVID-19, Situationen, von denen wir dachten, dass sie uns nicht berühren würden, und die uns jetzt eine Perspektive geben, wie viel wir weiterhin tun müssen, um sie zu überwinden und unsere Bevölkerung in eine bessere Situation zu bringen.

„All diese Situationen stören uns, beuruhigen und schmerzen uns, aber wir sind auch von einem enormen Gefühl der Verpflichtung und Verantwortung erfüllt, und wir möchten noch einmal unser Bedauern über den Verlust von Menschenleben und unser Beileid für die Familien und Freunde ausdrücken. Unser ganzes Volk ist in diesem Kampf vereint.“

„Wir haben die Ausschreitungen der Aggression, des Vandalismus, der Kriminalität, der Vulgarität, die an diesem Sonntag inszeniert wurden, klar abgelehnt“, ratifizierte er.

„Wir dürfen hier nie etwas von dem vergessen, was von den söldnerischen Anführern vorgeschlagen und gefordert wurde. Hier gab es Aufrufe zur Lynchjustiz, Rufe nach ausländischer Intervention, nach dem Töten der Kommunisten. Das sind Äußerungen und Anklagepunkte, für die sich alle, die an diesen Ereignissen beteiligt waren, verantworten müssen“, sagte der Präsident.

„Mit all diesen Informationen, die wir geteilt haben, sollten wir uns aufgrund unserer Überzeugungen fragen, ob es wahr ist, dass wir eine humanitäre Intervention brauchen. Ich denke, die Antwort ist ganz klar: Kuba braucht keine humanitäre Intervention. Was Kuba und die Welt brauchen, ist viel Solidarität in Zeiten wie diesen, und wenn jemand ein Beispiel für diese echte Solidarität ist, dann ist es dieses kleine Land, das jetzt für die Art und Weise, wie es mit der Pandemie umgeht, in Frage gestellt wird.“

Er führte an, dass es dieses Land war, das inmitten der Pandemie eine bedeutende Reihe medizinischer Brigaden in viele andere Länder schickte. „Was wir hier brauchen“, sagte er, „ist die Rücknahme der 243 erstickenden Maßnahmen und die Aufhebung der Blockade. Das ist das einzige, was Kuba verlangt.“

„Dem Präsidenten, der uns geraten hat oder der uns dazu eingeladen hat, auf das kubanische Volk zu hören und an der Beseitigung seiner Probleme zu arbeiten, sagen wir: darauf konzentrieren wir uns jeden Tag. Wir müssen diesem Präsidenten sagen, dass er auf die Welt hören sollte, dass er den Millionen von Menschen Gehör senken sollte, die die Blockade Kubas verurteilen, dass er auf die Kubanern hören soll und auch auf die Millionen von Amerikanern und Kubanern, die in den Vereinigten Staaten leben, die ebenfalls gegen diese Blockade sind“.

„Ein Volk, das in der Lage ist, inmitten einer totalen finanziellen Belagerung Medikamente, Impfstoffe und Ausrüstung zu schaffen, verdient Bewunderung und Respekt, verdient es, in Frieden arbeiten und schaffen zu dürfen“, sagte er.

Über diesen Frieden sagte er, dass er das ist, was wir verteidigen, nicht die Gewalt, wir ermutigen nicht zum Bürgerkrieg, wie einige es in die Schlagzeilen bringen wollten. Wir haben jedoch den Willen, die Überzeugung und die legitime Pflicht, das revolutionäre Werk gegen diejenigen zu verteidigen, die versuchen, es zu untergraben, indem sie einen annexionistischen Plan verfolgen, Vandalismus und Aggression hervorrufen und sogar zum Mord anstiften.

Unsere Regierung, so bekräftigte er, verteidigt im Rahmen der Revolution die Rechte aller, ob sie Revolutionäre sind oder nicht. Wir streben nach Wohlstand für alle, wir schließen alle in unsere Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit ein, aber wir sind nicht bereit, das Werk, die Unabhängigkeit, die Souveränität und die Selbstbestimmung aufzugeben, die wir mit der Revolution errungen haben.

Am Sonntagnachmittag, so erinnerte er, gab es gewalttätige Provokateure, die Vandalenakte begingen, die die Ordnung störten, die eine ausländische Intervention forderten, die versicherten, dass die Revolution stürzen würde. Das Volk reagierte: Es verteidigte seine Revolution. Wir haben die Verpflichtung, die Ruhe und Sicherheit der Bürger zu schützen, die Ruhe, die so notwendig ist, um sich auf die effektive Bekämpfung der Pandemie konzentrieren zu können und um in unseren Plänen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung voranzukommen.

„Dieses Ideal, das von der Mehrheit geteilt wird, werden wir verteidigen, vor allem die Revolutionäre und jeder, der sich uns anschließt; und das ist die wahre Bedeutung der Tatsache, dass in Kuba die Straßen den Revolutionären gehören, was überhaupt nicht diskriminierend ist, sondern bedeutet, dass die Hauptverantwortung den Revolutionären gehört, und ebenso jedem, der sich uns bei der Verteidigung der Revolution anschließt. Kraft, Kuba, wir werden Widerstand leisten, wir werden voranschreiten und, wie immer, werden wir siegen“, schloss der Präsident.

Quelle: Granma – Díaz-Canel: „Wir sind nicht bereit, das Werk, die Unabhängigkeit und die Souveränität aufzugeben, die durch die Revolution erreicht wurden“