Mehr als 100.000 Menschen haben am Morgen des heutigen Sonnabend am Malecón in Havanna für die Verteidigung der Revolution und gegen die von ausländischen Medien geschürte Kampagne zur Destabilisierung Kubas demonstriert. In der ersten Reihe der Demonstration unweit der US-Botschaft und der dort errichteten Antiimperialistischen Tribüne marschierten der frühere Staatschef Raúl Castro und Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel sowie weitere führende Vertreterinnen und Vertreter der kubanischen Massenorganisationen.

Die Vizechefin des kommunistischen Jugendverbandes, Aylín Álvarez, verurteilte den Hass, der versucht habe, die Straßen Kubas in Schauplätze von Gewalt, Zerstörung und Tod zu verwandeln. Gegen die Aggression und die ausländische Einmischung werde Kuba seine Souveränität verteidigen, kündigte die junge Kommunistin an. „Wir sind weder naiv noch Dummköpfe. Es ist nicht glaubhaft, das jemand Gutes für Kuba will, wenn er gleichzeitig versucht, es zu erdrosseln“, verurteilte sie die von den USA seit fast sechs Jahrzehnten gegen die Insel verhängte Blockade.

Klare Worte fand auch Gerardo Hernández, einer der „Cuban Five“, die jahrelang in US-Gefängnissen gesessen hatten, weil sie Terrorgruppen in Miami unterwandert hatten, um Anschläge in ihrer Heimat zu verhindern. Hernández, der inzwischen an der Spitze der Komitees zur Verteidigung der Revolution steht, wies die verzerrte Darstellung der Ereignisse in Kuba durch ausländische Medien zurück und rief zur Verteidigung des Landes auf.

Kubas Präsident Díaz-Canel verurteilte den gegen sein Land geführten Cyberkrieg. In den Stunden zuvor hatte es Attacken gegen die Homepage des kubanischen Außenministerium, die Webseite des Präsidenten, die Zeitung Granma und das Portal Cubadebate gegeben, die daraufhin vorübergehend nicht mehr erreichbar waren. Das sei der Versuch gewesen, die Verteidigung des Landes gegen die anhaltenden Angriffe zu sabotieren, erklärte er. So hätten die kubanischen Medien in den vergangenen Tagen eine wichtige Rolle dabei gespielt, gefälschte Aufnahmen als solche zu enttarnen.

Quellen: Prensa Latina, Granma / RedGlobe