Der Deutsche Bahn (DB) will die Kosten der Corona-Krise auf seine Eisenbahner abwälzen. Während das Bahn- Management sich mit durchschnittlich 20.000 € Monatslohn und obendrauf hohen Boni auch in der Krise die Taschen vollstopft, sollen die Eisenbahner deutliche Reallohnkürzungen hinnehmen. Die Fehler des Managements haben nicht die Arbeiter auszutragen. Ihre Forderungen sind gerechtfertigt und müssen als systemrelevante Berufe den Gehältern des öffentlichen Dienstes angeglichen werden.

Dass die in der Gewerkschaft Deutsche Lokomotivführer (GDL) organisierten Eisenbahner das nicht annehmen und in den Arbeitskampf gehen ist nicht nur gerechtfertigt, sondern vorbildlich und begrüßenswert. Im Gegensatz zu den Behauptungen des Bahnvorstandes sind die Forderungen der GDL keineswegs überzogen, denn sie fordern das, was in den Tarifverträgen von Ver.di im öffentlichen Dienst bereits gezahlt wird. Wenn man die aktuelle Inflationsrate von %3,8 (Juli 21) berücksichtig ist es sichtbar wieviel eigentlich die Kolleginnen und Kollegen bekommen müssten damit sie kein Reallohnverlust erleiden.

Das der GDL „ein Streik vom Zaun brechen“ würde ist eine dreiste Behauptung der DB Vorstand. In dem seit Monaten dauernde Verhandlungen hat die GDL ihre Forderungen bereits angepasst, die Konzernführung hat sich überhaupt nicht bewegt. Stattdessen will die DB Konzernführung die GDL in die Knie zwingen; Die deutsche Bahn AG will in ihrem Bereich erstmals in Deutschland das Tarifeinheitsgesetz anwenden, das der GDL den Wirkraum massiv einschränken soll. Also es geht um mehr als „ein paar Prozente aus der Pulle“. Es geht ums Streikrecht, es geht um das Koalitionsrecht der abhängig Beschäftigten in allen -öffentliche und privaten- Branchen.

Deshalb unterstützen wir, die Föderation demokratischer Arbeitervereine (DIDF), den absolut berechtigten Streik der Eisenbahner und erklären uns solidarisch mit all ihren Forderungen.

Solidarität mit den streikenden Eisenbahnern!

Höhere Löhne für Eisenbahner statt Boni für Manager!

Weg mit der Tarifeinheitsgesetz

Föderation Demokratischer Arbeitervereine DIDF

Köln, 12.08.2021

Quelle: DIDF – Wir stehen hinter den streikenden Lokführern der Deutschen Bahn!