Die EVG hat ihre Verhandlungen zum Zusatzversorgungtarifvertrag (ZVersTV) am Dienstag fortgesetzt. Ziel ist es, tragfähige Lösungen für diese Säule der betrieblichen Alterssicherung der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner zu finden, nachdem die DB AG den entsprechenden Tarifvertrag gekündigt hatte.Der Arbeitgeber begründet dies mit der anhaltenden Niedrigzinsphase, in der sich nicht mehr ausreichend Erträge zur Fortführung erwirtschaften ließen. In den letzten Jahren sind bereits in anderen Branchen solche Formen der betrieblichen Alterssicherung von Arbeitgebern aufgekündigt worden. Die EVG konnte bei der Deutschen Bahn als einzige Gewerkschaft eine Nachwirkung des ZVersTV bis Ende 2021 vereinbaren.

In den Verhandlungen am Dienstag hat die Verhandlungsdelegation der EVG dem Arbeitgeber deutlich gemacht, dass die veränderten Rahmenbedingungen nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen dürfen. Die bislang vorgelegten Angebote reichen aus Sicht der EVG nicht aus. „Wir haben der DB AG deshalb nachdrücklich erklärt, dass sie in der nächsten Verhandlungsrunde einen deutlichen Schritt auf uns zugehen muss, wenn eine Lösung am Verhandlungstisch erzielt werden soll. Dabei setzen wir uns für alle Kolleginnen und Kollegen im DB-Konzern ein“, so EVG-Verhandlungsführerin Marion Carstens. Das schließt aus Sicht der EVG auch die Beschäftigten ein, die nicht unter den ZVersTV fallen.

„Wir setzen uns intensiv dafür ein, dass unsere Mitglieder ihren dritten Lebensabschnitt finanziell möglichst sorgenfrei genießen können. Dass die Altersvorsorge einen hohen Stellenwert genießt, hat schon die Mitgliederbefragung 2018 gezeigt. Diesem Votum fühlen wir uns nach wie vor verpflichtet“, so Marion Carstens.

Quelle: EVG – Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft – Verhandlungen ZVersTV: „Wir erwarten, dass die DB AG einen deutlichen Schritt auf uns zugeht.“