In der vergangenen Woche kam es zu Betriebsversammlungen bei A1 Telekom, nachdem die fünfte Runde der KV-Verhandlungen kein akzeptables Ergebnis für die Beschäftigten gebracht hatte. Im Rahmen dieser Betriebsversammlungen sollte ein Stimmungsbild bei den Beschäftigten eingeholt werden

Die Kollektivverhandlungen erweisen sich auch weiterhin als überaus zäh. Die Gewerkschaft hat nun für den 8. Dezember einen bundesweiten Streik angesetzt. Der Betriebsrat informierte die rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die anstehenden Kampfmaßnahmen.

Berichten des ORFs zufolge informierte Betriebsrat Werner Luksch die Kolleginnen und Kollegen, dass „es beim heutigen HR Update für A1 Leaders zu einer ‚unschönen‘ Diskussion bzw. keinem wertschätzenden ‚MITEINANDER‘ mit CEO Marcus Grausam gekommen“ sei.

Der Betriebsrat ist mittlerweile in seiner Forderung um einen Prozentpunkt nach unten gegangen und fordert eine Erhöhung von 9,6 Prozent bei den KV- und Ist-Löhnen sowie bei den Beamtengehältern sowie Zulagen. Die Lehrlingseinkommen sollen um 200 Euro pro Lehrjahr angehoben werden.

Neben diesen Lohnforderungen sind auch die Rufbereitschaftspauschale ebenso wie die Fortführung der Treueprämie-Punkte in den Verhandlungen. Was Beschäftigungsverhältnisse angeht, wird neben mehr Lehrlingen gefordert, dass es für Beamte zwei Ernennungstermine geben solle und für Leiharbeiter, dass diese nach fünf Jahren von A1 übernommen werden müssen.

Aktuell gibt es keine einheitlichen Kollektivverträge für die Telekombranche, deshalb verhandeln die Betriebsräte selber. Künftig, so Luksch, sollen die Kollektivvertragsverhandlungen für die gesamte Branche abgewickelt werden. Die übrigen Telekombetreiber kommen auf rund 3.500 bis 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Quelle: ORF

 

Quelle: Zeitung der Arbeit