Klassenkampf im Zeichen von Corona

„Fora Bolsonaro!“ – „Bolsonaro raus!“, dieser Ausruf hallt gegenwärtig alle paar Tage durch São Paulo und andere brasilianische Städte. Zu Beginn der Corona-Epidemie stimmten einst zahlreiche Menschen auf ihren Balkonen gemeinsam diesen politischen Kampfgesang an, jetzt eint der Spruch Gewerkschaften, linke Parteien, soziale Bewegungen und die großen Fußballclubs in ihrem Protest auf der Straße.

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Die Beichte des Jair Bolsonaro

Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen. Für die Ausarbeitung dieses Kommentars gehe ich von dem religiösen Konzept aus, dass „Beichte“ das Erkennen der eigenen Sünden (Sündhaftigkeit) oder Übel ist. Obwohl ich nicht sicher bin, ob die betroffene Person in diesem Fall zum „Beichtstuhl“ gegangen ist, um ihre Fehler vor dem Vertreter Gottes zu gestehen.

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Klage gegen Bolsonaro

Ein Zusammenschluss brasilianischer Gewerkschaften hat Klage gegen den Präsidenten Jair Bolsonaro beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag eingereicht. Darin werfen sie ihm unter anderem vor, „kriminell fahrlässig mit der Covid-19-Pandemie umgegangen zu sein und dabei das Leben von Angehörigen des Gesundheitswesens und der brasilianischen Gesellschaft aufs Spiel gesetzt zu haben“.

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„nd.DerTag“ zur Verfolgung demokratisch Gesinnter in Brasilien

Zur Demokratie hat Brasiliens Präsident so wenig ein zwiespältiges Verhältnis wie zur Gewalt. Als er noch als Hinterbänkler im Kongress faulenzte, schmückten das Büro von Jair Bolsonaro die Verbrechervisagen der Staatschefs während der Militärdiktatur, deren Folterer er anbetet. Im Wahlkampf drohte der Kandidat der äußersten Rechten seinen politischen Gegnern mit Vernichtung und Vertreibung. Säuberungen zur völligen Ausschaltung der Linken sind auch heute das Ziel seiner fanatischen Bewegung und ihrer Helfer in den Apparaten des Staates.

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Gegen die Diktatur

In Brasilien sind am vergangenen Wochenende erneut zahlreiche Menschen gegen den faschistischen Präsidenten Jair Bolsonaro auf die Straßen gegangen. Die seit Wochen anhaltenden Aktionen von Gewerkschaftern, sozialen Organisationen und linken Parteien haben sich damit zu einer wachsenden landesweiten Protestbewegung etabliert. Eine Woche zuvor hatten trotz brutaler Einsätze staatlicher Sicherheitskräfte bereits ähnliche Demonstrationen in Brasilia, Rio de Janeiro, São Paulo und weiteren Städten stattgefunden. Dabei hatten sich den Protesten auch organisierte Anhänger der regionalen Fußballclubs angeschlossen. „Wir wollen zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen die tödliche Politik der Regierung ist“,…

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Ich bekomme keine Luft

Der Autor, Frei Betto, ist ein brasilianischer Dominikaner und gilt als einer der wichtigsten Befreiungstheologen Lateinamerikas Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen. Die letzten Worte von George Floyd waren: „Ich kann nicht atmen“. Ich auch nicht. Ich kann auch in diesem Brasilien nicht atmen, das von Militärs (miss)regiert wird, die die demokratischen Institutionen bedrohen und den Staatsstreich verherrlichen, der 1964 zu 21 Jahren Militärdiktatur führte. Sie finden anerkennende Worte für Folterer und Todesschwadrone, etablieren ein System des Gebens und Nehmens mit den…

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Brasilien braucht kubanische Mediziner im Kampf gegen Corona

Als aktu­el­les Epi­zen­trum der Coro­­na-Pan­­de­­mie ent­wi­ckelt sich neben den USA nun auch Bra­si­li­en. Es wur­den zuletzt bin­nen 24 Stun­den 33.000 Neu­in­fek­tio­nen regis­triert. Es wird der­zeit von etwa 500.000 Infi­zier­ten berich­tet. Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler vor Ort schätz­ten die wirk­li­che Zahl der Covid-19-Fäl­­le auf min­des­tens 1,6 Mil­lio­nen und gehen somit von einer gro­ßen Dun­kel­zif­fer aus.

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Ohne Kuba geht es nicht

Die von Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro und der Regierung Donald Trumps organisierte Kampagne gegen Kubas medizinische Hilfsmissionen ist durch die Corona-Pandemie für beide zum Bumerang geworden. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am vergangenen Wochenende mitteilte, ist das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas mittlerweile nach den USA zum neuen Epizentrum der Krankheit geworden. Am Montag (Ortszeit) hatte die Statistik der Johns Hopkins University bereits mehr als 365.000 Infizierte und knapp 23.000 Verstorbene in Brasilien verzeichnet. Örtliche Wissenschaftler schätzten die tatsächliche Anzahl der Covid-19-Fälle allerdings auf mindestens 1,6 Millionen. Das kollabierte Gesundheitssystem zwang…

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Brasilien … wie leid es mir tut!

Den nachstehenden Beitrag haben wir aus der deutschsprachigen Online-Ausgabe der kubanischen Tageszeitung Granma übernommen. Eine Bevölkerung mit einer sehr vielfältigen Kultur. Ein Land voller geografischer Reize. Der Amazonas – ein wichtiger Bestandteil des Klimagleichgewichts -, der in diesen Zeiten so notwendig ist, derzeit jedoch aufgrund seiner unkontrollierten Ausbeutung einer ungewissen Zukunft entgegensieht.

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Bolsonaro-Dämmerung?

Beklemmende Bilder: In Sao Paulo heben Bagger Gräber für die am Coronavirus Gestobenen aus. 800 jeden Tag. Brasiliens Gesundheitssystem ist wie viele andere nicht für die Abwehr einer solchen Seuche eingerichtet. Die neoliberale Formierung unter dem Diktat des IWF und der Weltbank hat, was vorhanden war, finanziell ausgetrocknet und zerstört. Es gibt keine Tests, kaum Schutzkleidung, keine angemessene medizinische Versorgung.

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