Messner begrüßt Kampfmaßnahmen der Metaller – ein „heißer Herbst“ sieht jedoch anders aus

Gestern endeten die Verhandlungen zwischen Metaller-Gewerkschaft und Unternehmensver­tretern ergebnislos, da die Unternehmen nicht bereit sind, auf die Forderung der Gewerkschaften GPA-djp und PROGE nach einer 5%-Lohnerhöhung einzugehen.

Mirko Messner, Bundessprecher der KPÖ, dazu: „Dass die betroffenen Gewerkschaften nun Kampfmaßnahmen setzen wollen, begrüße ich. Die Taktik des ÖGB, einzelne Kollektivverträge zu verhandeln statt gemeinsamen Druck aufzubauen, um die vielen unsozialen Regierungspläne zu bekämpfen, ist für mich aber sehr fragwürdig, denn damit lässt die Gewerkschaftsspitze einen großen Teil der Bevölkerung im Stich.“

Aus Sicht der KPÖ ist ein guter Lohnabschluss von 5% und der angestrebte Kündigungsschutz natürlich wünschenswert. Ob der bisher aufgebaute Druck ausreichen wird, diese Forderungen durchzusetzen, ist aber fraglich.

Ganz sicherlich unzureichend sind die schon gesetzten und angekündigten Maßnahmen, wenn es darum geht, die grauslichen Verschlechterungen der Regierung (Einführung der 60-Stunden-Woche, Zerschlagung der Sozialversiche­rungen u.a.m.) zu bekämpfen – so Messner. Der vom ÖGB angekündigte „heiße Herbst“ müsste deutlich anders aussehen, als die Forderungen nach einem 5%-Lohnplus.

Absehbar ist aufgrund der Taktik des ÖGB zudem schon jetzt, dass höhere Löhne zwar in den gut organisierten Metaller-Branchen möglich sein könnten, die von den Gewerkschaften kaum mehr organisierten Niedriglohnbe­reiche – in denen im Gegensatz zu den „Metallern“ vor allem junge Menschen, Frauen und MigrantInnen arbeiten – aber letztlich auf der Strecke bleiben werden.

Quelle:

Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ)