Polizeirevolte gegen Evo Morales

PL BoliviaBoliviens Präsident Evo Morales hat in der Nacht zum Sonnabend die internationale Öffentlichkeit gewarnt, dass in seinem Land der Versuch eines Staatsstreichs begonnen habe. In der Stadt Cochabamba hat sich eine Einheit der Polizei, die Unidad Táctica de Operaciones Policiales (UTOP), gegen die Regierung erhoben. Morales warnte daraufhin via Twitter: »Schwestern und Brüder, unsere Demokratie ist in Gefahr, weil gewalttätige Gruppen einen Staatsstreich in Gang gesetzt haben, der die verfassungsmäßige Ordnung angreift.« Er rief das Volk auf, gewaltfrei die Demokratie und die Verfassung des südamerikanischen Landes zu verteidigen.

»Die Einheit des Volkes wird die große Garantie für das Wohlergehen des Heimatlandes und den sozialen Frieden sein«, erklärte er weiter. Zudem kam der Staatschef noch in der Nacht im Großen Haus des Volkes, dem Regierungssitz, mit Mitgliedern seines Kabinetts zusammen. Nach Berichten des staatlichen Senders Bolivia TV herrschte außerhalb von Cochabamba Ruhe.

Auch Boliviens Verteidigungsminister Javier Zavaleta betonte, dass im gesamten Rest des Landes Normalität herrsche. Um 20.30 Uhr Ortszeit schloss er bei einer Pressekonferenz aus, dass die Streitkräfte gegen die revoltierenden Polizisten in Cochabamba eingesetzt werden. »Die Regierung hat Anweisung gegeben, dass es unter keinen Umständen eine Kasernierung oder Operationen des Militärs auf den Straßen geben wird«, unterstrich er.

Quelle: PL Bolivia / RedGlobe

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