Sachsen-Anhalt 

1700 Jahre arbeitsfreien Sonntag

„Müßiggang ist aller Freiheit Anfang“

Die Allianz für den freien Sonntag Sachsen-Anhalt, ein Zusammenschluss aus gewerkschaftlichen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, setzt ein Zeichen für den Erhalt des Kulturerbes „freier Sonntag“. In Folge der Corona-Krise nehmen die Auseinandersetzungen um den Ruhetag wieder zu. Doch der Sonntag braucht heute mehr Schutz, nicht weniger. Er hält die Gesellschaft zusammen – gerade auch in diesen krisenhaften Zeiten. Der Sonntag gehört nicht der Wirtschaft, sondern der Familie, dem Glauben, der Kultur, dem Sport, der Geselligkeit und der Erholung.

„Gerade im stationären Einzelhandel wird sich der Kampf um den arbeitsfreien Sonntag wieder zuspitzen“, befürchtet Torsten Furgol, Gewerkschaftssekretär im Handelsbereich für Sachsen-Anhalt.

Hintergrund:

Der freie Sonntag feiert Jubiläum! Vor 1.700 Jahren, am 3. März 321 n. Chr. verfügte Konstantin der Große per Edikt den ersten staatlichen Schutz des arbeitsfreien Sonntags der Geschichte. Heute ist die Sonntagsruhe in unserem Grundgesetz verankert. Der Sonntag ist kein Tag zum Shoppen und Schuften.

Im Anschluss an den Gottesdienst ist auf dem Domplatz eine Kundgebung geplant. 50 Liegestühle werden dazu einladen, Platz zu nehmen und den Sonntag als willkommene Pause nach sechs Werktagen und als Tag der Arbeitsruhe zu genießen. Der Cellist Matthias Marggraff wird die Kundgebung musikalisch begleiten.

Quelle: ver.di Sachsen Sachsen-Anhalt Thüringen – 1700 Jahre arbeitsfreien Sonntag

Andere Beiträge zum Thema