Im Norden von Athen toben seit drei Tagen schwere Waldbrände. Offiziellen Angaben zufolge sind es die schwersten Brände seit vielen Jahren. Mit Unterstützung durch die Armee und 16 Flugzeugen kämpfen 270 Feuerwehrleute gegen die schweren Brände.

Durch eine Verbesserung der Wetterbedingungen konnte die Hauptfront des Feuers nun zumindest unter Kontrolle gebracht werden, wie Feuerwehrkommandant Stefanos Kolokouris gegenüber dem Fernsehsender ANT1 erklärte. Allerdings gibt es noch immer verstreute Brandherde und mehrere aktive Brände.

In Griechenland gibt es immer wieder heftige Waldbrände, die nicht immer natürliche Ursachen haben. Immer wieder werden die Wälder angezündet, um illegal neues Bauland zu schaffen mit fatalen ökologischen Folgen. Euthymios Lekkas, Professor für Umweltkatastrophenmanagement an der Universität Athen, erklärte, dass die Waldbrände und die daraus resultierende Zerstörung der Wälder in den Bergen um Athen im Herbst Erdrutsche und Überschwemmungen befördern.

Die griechische Zeitung Rizospastis schrieb davon, dass die Waldbrände zehntausende Quadratmeter Wald und dutzende Häuser zerstört haben. Hunderte von Menschen sind deshalb nun ohne Obdach.

Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) erklärte zu den Waldbränden: „Der Zunder für die neue Katastrophe ist die Kommerzialisierung von Land, es ist das Umweltgesetz, das die Regierung inmitten einer Pandemie verabschiedet hat und das neue Erleichterungen für Investitionen in Wälder, Waldgebiete und sogar Schutzgebiete bietet. Dies sind die „Giveaways“ der Regierung an monopolistische „grünes Wachstum“ und erneuerbare Energiekonzerne.

Die Regierung trägt eine große Verantwortung, weil sie, wie alle städtischen Regierungen im Laufe der Zeit, die Wälder nicht verwaltet oder geschützt hat, indem sie sich auf die Verhütung von Waldbränden konzentriert hat. Sie behandeln sie wie eine Ware, einen Raum für expandierende Investitionen für Monopolgruppen. Sie hält das Regime der demütigenden Unterfinanzierung und Unterbesetzung der Feuerwehr und des Forstdienstes, der für die Prävention zuständig ist, aufrecht. Sie hält den Mangel an modernen und angemessenen Ressourcen aufrecht, insbesondere bei den Bodentruppen, die objektiv die Hauptlast der Brandbekämpfung tragen.“

Quelle: AJ/Rizospastis

Quelle: Zeitung der Arbeit – Waldbrände in Griechenland