In München werden in den nächsten Tagen massenhafte Proteste gegen die Produktion von Autos und für eine sofortige Mobilitätswende stattfinden. Auch Ende Gelände unterstützt Aktionen des zivilen Ungehorsams unter dem Motto #blockIAA und richtet sich damit gegen die Messe des Verbands der deutschen Automobilindustrie.

„Wir sind mitten in einer menschengemachten Klimakatastrophe und Deutschland drückt weiter aufs Gaspedal: Immer mehr Autos, immer größer und dicker, verstopfen die Straßen, nehmen uns die Luft zum Atmen und heizen das Klima an“, sagt Elia Nejem, Sprecherin von Ende Gelände. „Als Klima- und Gerechtigkeitsbewegung wollen wir die Mobilitätswende jetzt und einen Stopp der zerstörerischen Auto-Produktion!“

Gemeinsam mit anderen Akteur*innen fordert Ende Gelände den sozial gerechten Umbau der Konzerne und Produktionsketten. Statt Autos müssen Verkehrswendemittel, wie Straßenbahnen und Busse hergestellt werden. Dieser Umbau kann nicht ohne das Wissen und die Fertigkeiten der Arbeiter*innen stattfinden, sehr wohl aber ohne die Profite der Autoindustrie. Deshalb muss eine Transformation dieser Art natürlich sozial gerecht sein, der Wandel darf nicht zum Nachteil der Arbeiter*innen verlaufen.

„Wir kämpfen gegen den Autokapitalismus und für gerechte öffentliche Mobilität für alle. Wir machen Schluss mit immer dickeren Autos und falschen Versprechen von Elektromobilität! Wir verteidigen unser Grundrecht auf Klimaschutz!“

Quelle: Ende Gelände – Pressemitteilung vom 9.9.2021