Bereits seit letztem Jahr stehen wir in intensiven Kontakt mit Genoss*innen in Myanmar, insbesondere der Basisgewerkschaft Federation of General Workers Myanmar (FGWM). Die Lebenssituation der allermeisten Menschen hat sich seit dem gewaltvollen Coup des Militärs dramatisch verschlechtert.

Um der Militärjunta die Finanzquellen abzuschnüren, haben Akteur*innen der Zivilgesellschaft sowie die FGWM die Blood Money Campaign initiiert. Mit dieser sollen Unternehmen, die weiterhin in dem Land Geschäfte betreiben und somit auf direkte oder indirekte Weise das Militär finanziell unterstützen, unter Druck gesetzt werden, ihre Investitionen abzuziehen. Neben Firmen wie der Deutsche Post DHL Group, Primark, H&M und Volkswagen, gehört auch Adidas dazu.

Deshalb veranstalteten wir zusammen mit der Ortgruppe der IWW eine mehrstündige Kundgebung vor dem Adidas-Geschäft in der Mönckebergstraße letzten Sonnabend. Mehr als 300 Flyer wurden unter Leute gebracht und eine Audio-Botschaft von Genoss*innen in Myanmar mehrmals abgespielt. Flyer und Botschaft findet ihr auch weiter unten. Die Filialleitung fand das Ganze gar nicht witzig, versuchte uns einzuschüchtern und war recht ungehalten. Nach Rücksprache mit der Adidas-Zentrale nahm die zuständige Person aber doch den Flyer mit den Kontaktdaten von den Initiator*innen der Blood Money Campaign und uns an.

Wir erwarten von Adidas eine öffentliche Stellungnahme! Das Unternehmen bezieht weiterhin Klamotten aus sechs Fabriken in Myanmar und betreibt Läden in dem Land. So lange die Militärdiktatur herrscht, ist das nicht akzeptabel.

Es soll monatlich international koordinierte Aktionen geben, bis die scheiß Militärjunta verschwindet!
Das war also erst der Anfang. Wir bleiben dran!

Quelle: Freie ArbeiterInnen Union – #BloodMoneyMyanmar vor der Adidas-Filiale