Die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) ist bei der Gemeinderatswahl in Graz stärkste Kraft geworden. Nach dem Vorläufigen Endergebnis ohne Briefstimmen kommt die KPÖ in der Landeshauptstadt der Steiermark und zweitgrößten Stadt Österreichs auf 29,11 Prozent der Stimmen, ein Zugewinn von 8,77 Punkten.

Die konservative ÖVP, die seit Jahrzehnten das Stadtoberhaupt gestellt hatte, verlor mehr als zwölf Punkte und kam nur noch auf 25,66 Prozent der Stimmen. Der bisherige Bürgermeister Siegfried Nagl erklärte noch am Wahlabend seinen Rücktritt. Damit könnte nun Elke Kahr die erste kommunistische Bürgermeisterin von Graz werden. Im ORF sprach sie von einem »Riesenerfolg«, den man »in dem Ausmaß nicht erwartet« habe. »Ich wünsche uns gute Gespräche, ich werde sehr sorgsam und umsichtig mit dem Ergebnis umgehen, damit Soziales in der Stadt nicht untergeht – für ein Graz, in dem jeder Platz haben muss.«

Dritte Kraft im Stadtrat sind künftig die Grünen mit 16,72 Prozent und einem Zuwachs von mehr als sechs Punkten. Für die ultrarechte FPÖ reichte es nach Verlusten von mehr als 4,5 Punkten noch für den vierten Platz und 11,28 Prozent, während die sdozialdemokratische SPÖ nur noch einstellig wird und bei 9,66 Prozent der Stimmen liegt, ein Rückgang von 0,39 Punkten.

Quellen: graz.at, ORF / RedGlobe