Freiheit für Michail und Aleksander Kononowitsch

Übernommen von KOMintern – Kommunistische Gewerkschaftsinitiative International:

Wie wir dieser Tage erfahren mussten, wurden in der Nacht zum Montag Michail Kononowitsch, Erster Sekretär des Leninschen Kommunistischen Jugendverbandes der Ukraine (LKSMU), sowie sein Bruder Aleksander Kononowitsch vom Ukrainischen Sicherheitsdienst (SBU) verhaftet und verschleppt. Den beiden Brüdern und aktiven Linken droht im aggressiv-russophob und antikommunistisch aufgeladenen Klima im Land unter dem absonderlichen, aber aktuell vielfach erhobenen Vorwurf „russische Kollaborateure“ und „Spione“ zu sein, die Ermordung.

Die beiden, die schon die letzten acht Jahre, nach dem im Zuge des von den USA orchestrierten rechten „Euro-Maidans“ erfolgten Verbots der kommunistischen Bewegung und aggressiv-antikommunistischen Konsens des Oligarchen-Regimes, regelmäßig von Faschisten des Rechten Sektors und Bandera-Leuten attackiert und auch verschleppt wurden, schweben gegenwärtig in akuter Lebensgefahr. Schon in den zurückliegenden Jahren wurde Michail in faschistischen Hexenjagden in den Straßen Kiews schwer verletzt, die Nase gebrochen oder während des „Euro-Maidans“ die Hand mit einem Jagdmesser durchbohrt. Dabei werden ihnen noch nicht einmal irgendwelche konkreten Handlungen zur Last gelegt, sondern ihre politische Überzeugung als solche vorgeworfen.

Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) stellte zur Causa gerade eine Anfrage an den Hohen Vertreter der EU für Auswärtige Angelegenheiten, Joseph Borrell, der Weltbund der Demokratischen Jugend wiederum rief alle demokratischen und kommunistischen Organisationen weltweit zu Kundgebungen für die Freilassung der Kononowitsch-Brüder auf. Zumal sich in weiten Gebieten der Ukraine – in der medialen Öffentlichkeit unberichtet – Verhaftungen, Entführungen, Folterungen und das Verschwindenlassen von politischen AktivistInnen und ZivilistInnen, die auch Kritik an Selenskyjs Politik äußern, häufen. Um zu verhindern, dass Kiew mit ihnen einfach ohne viel Federlesen verfährt, gilt es die Inhaftierten und den „Fall“ Kononowitsch unter die Kontrollblicke der Weltöffentlichkeit zu bringen.

Daher fordert die Weltbund der Demokratischen Jugend (WFDY) auch, „diese Situation anzuprangern, die Freiheit der beiden Kononowitsch-Brüder zu fordern und für ein Endes des Krieges zu protestieren“.

Aus diesem Anlass ruft die KJÖ (die österreichische Schwesterorganisation der LKSMU) vor der großen Friedensdemonstration am morgigen Sonntag zuvor noch um 13.30 Uhr zu einer Kundgebung für die Freiheit von Michail und Aleksander vor der ukrainischen Botschaft (Naaffgasse 23) auf, die auch wir als KOMintern unterstützen.

Im Anschluss ziehen wir dann kollektiv zur Friedensdemonstration „Die Waffen nieder! Stoppen wir gemeinsam diesen Krieg!“, 16.00 Uhr, Platz der Menschenrechte.

Vollständiger Beitrag auf: KOMintern – Kommunistische Gewerkschaftsinitiative International – Freiheit für Michail und Aleksander Kononowitsch