Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und Präsident der Republik Kuba, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, traf am Samstagabend nach 21.30 Uhr (Ortszeit) zu einem offiziellen Besuch in der Russischen Föderation ein, der Teil einer Reise ist, die ihn auch in die Türkei und nach China führen wird.

Havanna, so fern und doch so nah an diesem geliebten Land, wurde am Samstag noch von der Abendsonne bestrahlt, als das Flugzeug mit dem Ersten Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei und Präsidenten der Republik Kuba, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, nach 21.30 Uhr auf dem internationalen Flughafen Moskaus, Wnukowo 2, landete.

Es ist das dritte Mal, dass Díaz-Canel das eurasische Land als Staatsoberhaupt besucht, nachdem er bereits 2018 und 2019 dort war.

Am Ende einer Reise von mehr als 4.000 Kilometern blieb die Demokratische Volksrepublik Algerien mit der Erinnerung an einen unvergesslichen Besuch zurück.

In dem Land, das durch so viele Fäden mit der Karibikinsel verbunden ist, wurden der Präsident und die ihn begleitende Delegation in der Flughafenhalle vom stellvertretenden Außenminister Russlands, Sergej Riabkow, empfangen.

Sie schritten auf dem roten Teppich voran, vorbei an der Ehrengarde, während die Hymnen beider Nationen gespielt wurden. Dies war der Beginn eines offiziellen Besuchs, der für Russen und Kubaner ein Kapitel unter vielen in einer Freundschaft darstellt, die alle Herausforderungen der Geschichte überdauert hat.

Die offizielle kubanische Delegation besteht aus dem Außenminister der Republik Kuba, Bruno Rodríguez Parrilla, den stellvertretenden Premierministern Ricardo Cabrisas Ruiz und Alejandro Gil Fernández sowie den Ministern für Außenhandel und Investitionen, Rodrigo Malmierca Díaz, und für Energie und Bergbau, Vicente de la O Levy.

Vor der Ankunft des Präsidenten in Moskau war die 19. Zwischenstaatliche Kommission zusammengekommen, um über die wirtschaftlich-soziale und wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit zwischen Kuba und Russland zu beraten. Die wichtigsten Themen waren die bilaterale Kooperation und gemeinsame Energieprojekte.

Bei dem Treffen unter dem Vorsitz des stellvertretenden kubanischen Premierministers Ricardo Cabrisas Ruiz und seines russischen Amtskollegen Dmitri Tschernyschenko ging es unter anderem um den Ausbau der Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Wirtschaft, Kreditwesen, Finanzen und Banken sowie um die Umsetzung vorrangiger Projekte in den Bereichen Industrie, Wissenschaft und Digitalisierung, Verkehr, Kultur und Sport.

Die Bedeutung einer verstärkten Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich und der Förderung der Interaktion auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien wurde ebenfalls hervorgehoben.

Auf dem Arbeitsprogramm der kubanischen Delegation in Russland stehen unter anderem ein offizielles Treffen mit Präsident Wladimir Putin, ein Austausch mit der kubanischen diplomatischen Vertretung in diesem Land sowie Räume zur Würdigung der Geschichte beider Nationen.

KUBA UND RUSSLAND – EINE BEZIEHUNG, DIE DIE ZEIT ÜBERDAUERT

Seit 120 Jahren unterhalten Kuba und Russland eine Beziehung, die sich im Laufe der Zeit bewährt hat und sehr symbolträchtig ist, die aber seit dem Triumph der kubanischen Revolution ihre größten Stärken konsolidiert hat.
Es gibt schöne Geschichten wie etwa diejenige, die Jahre vor dem Triumph der Revolution von 1959 entstand, als sich der junge Nikolai Leonov und Raúl Castro Ruz zufällig an Bord des Schiffes Andrea Gritti trafen. Letzterer kehrte gerade von der Internationalen Konferenz über die Rechte der Jugend zurück, die im Sommer 1953 in Wien stattgefunden hatte.
Der Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz spielte eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung der Nähe und des Respekts zwischen der russischen und der kubanischen Seele.
Die Bindungen zwischen den beiden Nationen sind durch hervorragende politische Beziehungen gekennzeichnet, die in den letzten Jahren durch einen regen Austausch hochrangiger Delegationen untermauert wurden, wodurch sie kontinuierlich gestärkt und ausgebaut werden konnten.
Diese Dialoge haben es den beiden Ländern ermöglicht, ihre Partnerschaft in verschiedenen Bereichen zu konsolidieren.
Es ist eine Beziehung mit mehreren gemeinsamen Handlungsräumen, in denen sich beide Seiten über die Notwendigkeit einig sind, in wirtschaftlich-kommerziellen Projekten voranzukommen, vor allem in den Bereichen Energie, Metallurgie, Verkehr und Biotechnologie.
Ein Beispiel für den Willen, diese Beziehungen zu stärken und auszubauen, ist die Zwischenstaatliche Kommission für Wirtschaftlich-Kommerzielle und Wissenschaftlich-Technische Zusammenarbeit, die vom stellvertretenden kubanischen Premierminister Ricardo Cabrisas Ruiz und dem stellvertretenden russischen Premierminister Juri Borissow geleitet wird.
Die Geschichte der Zusammenarbeit und Freundschaft zwischen den beiden Nationen wurde 2018 vom russischen Präsidenten Wladimir Putin treffend definiert, als dieser sagte, dass „unsere Völker traditionell durch Bande der Freundschaft, der Zuneigung, des gegenseitigen Respekts und der solidarischen Unterstützung miteinander verbunden sind“.
Literatur, Wissenschaft und Entwicklung … das sind Meilensteine, die auch die Beziehungen zwischen den beiden Völkern im Laufe der Jahre geprägt haben. Zusammenarbeit ist heute ein Schlüsselwort, um diese Beziehungen zu festigen, die auf gegenseitigem Respekt und den gemeinsamen Interessen beruhen, die uns kennzeichnen.

Quelle: Granma Internacional