Dr. Hans-Jürgen Urban, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, zur Rente mit 68:

„Demografie-Katastrophe, Rentenleistung runter, Rentenalter rauf. Das ist die alte Leier, die fachlich wenig Beachtung verdient. Politisch ist sie aber höchst brisant. Sie schürt den Generationenkonflikt. Die Parteien sollten sich schleunigst von solchen Ansätzen distanzieren, die die gesellschaftliche Spaltung zwischen Jung und Alt vorantreiben, und stattdessen nach solidarischen Lösungen suchen.

Die selbsternannten Anwälte der Jungen sind schlechte Ratgeber. Wer den Babyboomer die Renten kürzt und die Altersgrenzen hochtreibt, leistet den nachrückenden Generationen einen Bärendienst. Denn auch deren Rente wird zur Schrumpfrente und auch ihre Altersgrenzen werden unrealistisch hoch sein. Wer diese Versorgungslücke nicht hinnehmen will, wird teuer und riskant privat vorsorgen müssen. Im Namen einer vorgeblichen Generationengerechtigkeit verlieren beide – Jung und Alt.“

Quelle: IG Metall – IG Metall zur Rente mit 68