Angesichts der Entscheidung der belgischen Handelsgruppe Delhaize, die Match-Supermärkte an allen Feiertagen zu öffnen, bekundet die Kommunistische Partei Luxemburgs ihre Solidarität mit den Beschäftigten und den Personalvertretern von Match, und mit der Gewerkschaft OGBL, die sich gegen die Feiertagsarbeit zur Wehr setzen und ruft ihre Mitglieder und Freunde auf, an der Protestaktion am 21. Juni um 17.30 Uhr vor dem Wirtschaftsministerium in Luxemburg teilzunehmen.

Die Öffnung der Supermärkte an Feiertagen ist eine Provokation und zudem ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten, die bereits durch die flexibilisierten Arbeitszeiten und die Sonntagsarbeit wachsende Schwierigkeiten haben, Arbeit, Familie und Freizeit unter einen Hut zu bekommen und durch Feiertagsarbeit weiter unter Druck geraten.

Es ist offensichtlich, dass die Handelsgruppe Delhaize/Match mit dieser Maßnahme größere Marktanteile und höhere Profite für die Aktionäre auf dem Rücken der Verkäuferinnen und Verkäufer erzielen will. Es ist ein Beispiel dafür, wie das Kapital systematisch versucht, größere Profite durch eine höhere Arbeitsintensität, mehr Flexibilität, möglichst niedrige Löhne und in diesem Fall längere Arbeits- und Öffnungszeiten zu erzielen, indem man sich brutal über die Interessen der Beschäftigten hinwegsetzt. In die gleiche Richtung geht die Forderung der Patronatsvereinigung im Handel, die Arbeitszeiten vollständig zu liberalisieren.

Die KPL ruft die Schaffenden und Rentner auf, den Widerstand der Gewerkschaft und der Beschäftigten und Personalvertreter von Match gegen Feiertagsarbeit zu unterstützen und fordert die Regierung und die Abgeordnetenkammer auf, Feiertagsarbeit im Handel durch eine Gesetzesänderung zu verbieten und Sonntagsarbeit im Handel stark einzuschränken.

(Mitgeteilt von der KPL)

Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek – KPL: Gemeinsam Widerstand gegen Feiertagsarbeit im Handel leisten!