Am Dienstag, den 25. Mai, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Beschäftigte aus dem Groß- und Außenhandel zu einem ersten Warnstreik auf.

Betroffen sind die Unternehmen CHEFS CULINAR Nord GmbH & Co KG sowie Johannes J. Matthies Autoteile GmbH & Co KG in Hamburg.

Nachdem die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde am 28. April für die rund 60.000 Beschäftigten des Groß- und Außenhandels in Hamburg kein Angebot vorgelegt haben, erhöht ver.di nun den Druck.

Heike Lattekamp, ver.di Verhandlungsführerin: „Die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel sind sehr enttäuscht, weil die Arbeitgeber in der ersten Verhandlung kein Angebot vorgelegt haben.“

„Sie haben eine deutliche Erhöhung der Gehälter mehr als verdient! In der Pandemie haben die Kolleginnen und Kollegen unter erschwerten Bedingungen jeden Tag gute Arbeit geleistet und den Laden am Laufen gehalten. Jetzt gilt es, ihnen dafür Respekt und Anerkennung zu zollen. Und zwar mit einer Entgelterhöhung, die ihre Zukunft sichert und sie vor Altersarmut schützt! Das ist die klare Botschaft, die wir mit unseren Aktionen in Richtung Arbeitergeber senden.“, so Heike Lattekamp weiter.

ver.di fordert für die Beschäftigten im Hamburger Groß- und Außenhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 %, mindestens jedoch um 155 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 70 Euro monatlich erhöht werden.

Außerdem fordert ver.di von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

Die nächsten Verhandlungen finden am 04. Juni statt.

 

Quelle: ver.di Hamburg – Erste Warnstreiks im Hamburger Großhandel