Nach 6 Verhandlungsrunden und insgesamt drei Streiktagen, haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der TÜV auf ein Tarifergebnis verständigt.

Dieses sieht im Kern vor:

  • Eine Entgelterhöhung von 6 Prozent im Volumen, die durch eine Corona-Prämie von 200 Euro auch eine soziale Komponente enthält. Die prozentuale Erhöhung ist in zwei Schritten vorgesehen:
  • 2,7 Prozent im Juli 2021, rückwirkend zum April 2021
  • 3 Prozent zum 1. April 2022
  • Zudem wurde für Auszubildende ein Mindestbetrag von 50 Euro vereinbart.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2023.

Zudem wurde die bestehende Mitgliedervorteilsregelung ausgebaut. So können ver.di-Mitglieder künftig zwischen einer Bahn-Card 50, einem wertgleichen Zuschuss zur Altersvorsorge oder einem zusätzlichen Urlaubstag pro Jahr wählen.

„Dieses gute Ergebnis, ist vor allem auch durch die hohe Streikbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen erreicht worden“, erklärt ver.di- Verhandlungsführer Peter Bremme.

Er betont die besondere Bedeutung der Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder: „Die Wahl zwischen mehr Geld oder mehr Urlaub zu haben, ist ein Anliegen für immer mehr Beschäftigte. Auch die soziale Komponente, die mit der Corona-Prämie im Ergebnis enthalten ist, ist ein wichtiger Erfolg.“

ver.di und Arbeitgeber haben eine Erklärungsfrist bis zum 31. Mai 2021 vereinbart, bis dann entscheidet die ver.di-Tarifkommission über die Annahme des Tarifergebnisses.

Quelle: ver.di Hamburg – Streiks haben gewirkt – Tarifeinigung beim TÜV erreicht