Mehr als 90 Menschen wurden in mehreren Bundesstaaten der USA getötet, nachdem Tornados und starke Regenfälle die Region getroffen hatten. Unter ihnen sind sechs Mitarbeiter im AMAZON-Lager in St. Louis, Illinois, wo das Dach eingestürzt ist, und acht Arbeiter in einer Kerzenfabrik in Kentucky.

In einer Erklärung verpflichten sich der Weltgewerkschaftsbund (WGB) und seine kämpferischen Gewerkschaften auf der ganzen Welt, „den Kampf für alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer vor Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen fortzusetzen, Maßnahmen, die die USA nicht ergreifen, weil sie sie als ‚Kosten‘ betrachten.“

Der WGB fügt hinzu: „Wir fordern sofort die Umsetzung aller notwendigen Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen an den Arbeitsplätzen, sowie dass die Arbeiter bei extremen Wetterbedingungen nicht zur Arbeit zu gehen müssen und bezahlten Urlaub nehmen können. Im 21. Jahrhundert, in dem die Fortschritte von Wissenschaft und Technologie enorm sind, können extreme Wetterereignisse mit der entsprechenden Infrastruktur und mit sicheren Häusern und Arbeitsplätzen sowohl vorhergesagt als auch angegangen werden. Wir bekunden unsere Solidarität mit den Opfern und den Familien der Menschen, die ihr Leben verloren haben.“

PAME: Das Leben der Arbeiter zählt!

In einer Erklärung betont die Militante Front aller Arbeiter (PAME) aus Griechenland: „PAME drückt seine tiefe Trauer und sein Beileid (…) für den Verlust von Dutzenden von Arbeitern aus, die während der Arbeit in den USA, in den Sweatshops von AMAZON und anderen Fabriken im amerikanischen Süden am Arbeitspltz gestorben sind. Die genaue Zahl der Opfer steht noch nicht fest, aber Dutzende Familien trauern um ihre angehörigen. Aber gleichzeitig beeilen sich die Biden-Regierung und die Medien, die Schuld ausschließlich den extremen Wetterbedingungen und nicht dem Fehlen notwendiger Maßnahmen zum Schutz der Menschen und Arbeiter zuzuschreiben. Besonders pietätlos verhielt sich AMAZON: Die Mitarbeiter, die 6 ihrer Kollegen verloren hatten, mussten in der nächsten Schicht normal zur Arbeit gehen.

In einer Zeit, in der milliardenschwere Kapitalisten in den Weltraum reisen, gibt es keine grundlegenden Maßnahmen, um die Arbeiter und die Armen vor schlechtem Wetter zu schützen. In einer Zeit, in der das Blut der Arbeiter noch warm ist, fordern die Bosse, dass die Produktion fortgesetzt wird, damit sie keinen einzigen Dollar verlieren

Es ist eine Provokation für Arbeiter in Griechenland, den USA und überall auf der Welt, im 21. Jahrhundert Angst vor Regen, Wind oder Hitze zu haben, während es alle notwendigen Technologien gibt, um die Menschen zu schützen. Aber anstatt die notwendige Infrastruktur gegen das Wetter zu finanzieren, anstatt Arbeitsplätze und öffentliche Gebäude auf ihre Sicherheit zu überprüfen, gehen Milliardengelder an große Wirtschaftsgruppen, um ihre Gewinne zu steigern. Gleichzeitig erzwingen sie die arbeiterfeindlichsten und unmenschlichsten Arbeitsbedingungen.“

Quellen: Weltgewerkschaftsbund/idcommunism

Quelle: Zeitung der Arbeit – USA: Kein Arbeiterblut mehr für die Profite der Bosse!