Am Freitag (30.4.) beginnen die Tarifverhandlungen im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel. Beschäftigte der Branche überbringen deshalb am Donnerstag (29.4.) vor den Arbeitgeberverbänden in Köln, Düsseldorf, Krefeld, Bochum, Münster und Bielefeld ihre Forderungen zur diesjährigen Tarifrunde. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) fordert für die rund 336.000 Beschäftigten, darunter etwa 45.000 geringfügig Beschäftigte, 4,5 Prozent mehr Gehalt, Lohn und Auszubildendenvergütung, plus 45 Euro im Monat. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Außerdem fordert ver.di von den Arbeitgebern des Groß-und Außenhandels die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) der Tarifverträge.

„Weil wir es verdient haben!“

„Die Beschäftigten erwarten in Nordrhein-Westfalen ein Angebot von der Arbeitgeberseite, das die enormen Leistungen der Kolleginnen und Kollegen widerspiegelt – insbesondere aufgrund der gestiegenen Arbeitsbelastungen in der Krise. Der Groß- und Außenhandel ist der heimliche Riese der deutschen Wirtschaft und hat im vergangenen Jahr mehr als 1,3 Billionen Euro umgesetzt. Dieser immense Umsatz ist in erster Linie den Beschäftigten zu verdanken. Ohne sie läuft nichts. Sie sorgen dafür, dass die Regale in den Geschäften gefüllt sind, die Baustellen laufen und die Apotheken mit Medikamenten versorgt werden. Deshalb haben sie eine deutlich spürbare Erhöhung verdient“, erklärte die ver.di Verhandlungsführerin Silke Zimmer „Mit den örtlichen Aktionen wollen wir unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir hoffen, dass dieses Zeichen bei den Arbeitgebern ankommt!“, so Zimmer.

Die Tarifverhandlungen beginnen am 30. April um 11:00 Uhr in der Zeppelinallee 51, 45883 Gelsenkirchen.

Quelle: ver.di NRW – Zum Start der Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel: Aktionen vor Arbeitgeberverbänden in Nordrhein-Westfalen