Übernommen von KPÖ Steiermark:

Am 26. Oktober 2022 ist Equal Pay Day in der Steiermark. Dann haben Männer bereits jenes Einkommen erzielt, für das Frauen noch bis zum 31. Dezember arbeiten müssen. Denn Frauen verdienen in Österreich 18,5 Prozent – in der Steiermark sogar 19,8 Prozent – weniger als Männer. Auf die Ursache dafür, die Lohn-Lücke zwischen Männern und Frauen, machen Frauen am Equal Pay Day aufmerksam. Die KPÖ führte am Dienstag gemeinsam mit GLB, BDF, KJÖ und KSV in der Grazer Herrengasse eine Aktion durch, um auf diese Ungerechtigkeit hinzuweisen.

„Mit der Aktion »Nie mehr gratis arbeiten« wollen wir darauf aufmerksam machen, dass die massive, ständige Erhöhung der Preise, Frauen besonders hart trifft: Es sind dies die Mietpreis-, Strompreis-, Gaspreis- und Lebensmittelpreiserhöhungen, aus denen Eigentümer und Händler ihre noch höheren Gewinne erzielen“, erklärte Christine Braunersreuther, Klubobfrau der KPÖ im Gemeinderat Graz.

Darüber hinaus treffen Frauen auch die ungleiche Bezahlung, der zu geringe Lohn, die unbezahlte Carearbeit und die aus allem resultierende zu geringe Pension.  157.000 Frauen sind laut Statistik Austria von Altersarmut betroffen. Auch die Pflege- und Bildungskrise wird hauptsächlich den Frauen aufgehalst, so Braunersreuther.

Die Aktivist:innen – darunter neben Christine Braunersreuther auch Parmida Dianat (KSV-KJÖ) und Anne Rieger (Bund Demokratischer Frauen) – machten bei der Aktion deutlich, dass die Differenz der Lohnlücke keine Schätzung ist, sondern dass sie auf dem Einkommensbericht der Statistik Austria beruht. Es wird Gleiches mit Gleichem verglichen – also nicht Telefonistin mit Manager – und auch Teilzeitbeschäftigung fällt nicht ins Gewicht, weil nur ganzjährig Vollzeitbeschäftigte gegenübergestellt werden.

Da die Teuerung die Frauen besonders trifft, fordern sie:

  • höhere Einkommen,
  • gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit,
  • verpflichtende Väterkarenz,
  • amtliche Preisregulierung für Energie, Lebensmittel, Dienstleistungen und all jene Bereiche, die lebensnotwendig sind – und
  • Nie mehr gratis arbeiten!

Quelle: KPÖ Steiermark