Lohnlücke 22 Prozent: Equal Pay Day in Bayern erst am 25. März

Rein rechnerisch haben die bayerischen Frauen im Vergleich zu den Männern bis zum 25.03.2021 umsonst gearbeitet. In Bayern beträgt die geschlechtsspezifische Lohnlücke nämlich bei 22 Prozent und damit nochmals vier Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt. „Kein Ruhmesblatt für den Freistaat Bayern ist es auch, dass sich diese Lohnlücke zwischen den Geschlechtern noch langsamer verringert als im Bund“, kritisierte die Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern, Luise Klemens: „In diesem Schneckentempo wird sich die Lücke auf absehbare Zeit im Freistaat nicht schließen.“

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Gegen ungerechte Löhne hilft keine Symbolpolitik

„Es ist bekannt, dass Frauen während der Krise ihre Erwerbsarbeit stärker reduziert und im Durchschnitt mehr zusätzliche Sorge- bzw. Care-Arbeit im privaten Umfeld übernommen haben. Dies hat oft mit finanziellen Abwägungen z.B. aufgrund des Ehegattensplittings zu tun sowie mit einer ungleichen ‚Normalverteilung‘ von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern, die sich in Krisenzeiten schnell vertieft. Die Bundesregierung lässt kaum erkennen, solche gleichstellungspolitischen Schieflagen anzugehen, ein angemessenes Gegensteuern fehlt. Dabei braucht es gerade jetzt Anstrengungen, Fehlanreize bei der Steuerveranlagung zulasten von Frauen erstens übergangsweise auszugleichen und zweitens an der Wurzel…

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Gemeinsam kämpfen in der Krise

März 2021: Fast ein Jahr lang hat das Corona-Virus die Welt nun fest im Griff und unsere Regierenden stolpern von einem Lockdown in den nächsten. Eine ernsthafte Strategie sieht anders aus. Das Impfen als ein möglicher Ausweg wird den Gewinnen der Konzerne untergeordnet. Auch andere große Unternehmen werden trotz Arbeitsplatzabbau mit Hilfen überschüttet wie TUI, Lufthansa, Galeria-Kaufhof und Automobilkonzerne. Die Menschen, die täglich arbeiten müssen, um Menschen zu helfen, werden mit Risiken und ihren Ängsten weitgehend allein gelassen.

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Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP zum Internationalen Frauentag 2021

„Wir müssen Sorge tragen, dass der Frauentag nicht nur eine glänzende Demonstration für die politische Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts, sondern darüber hinaus der Ausdruck einer Rebellion gegen den Kapitalismus, eine leidenschaftliche Kampfansage all den reaktionären Maßnahmen der besitzenden und ihrer willfähigen Dienerschaft, der Regierung, ist.“

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Internationaler Frauentag in Zeiten der Pandemie: Starke Tarifbindung ist gerade für Frauen wichtig

Zum Internationalen Frauentag (08. März 2021) erklärt das für Frauen- und Gleichstellungspolitik verantwortliche ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger: „Corona zeigt deutlicher denn je: Krisen verschärfen die Ungleichheit. Deshalb kommt Tarifverträgen, gerade in Branchen, in denen vor allem Frauen beschäftigt sind, eine wesentliche Bedeutung zu. Eine starke Tarifbindung ist gerade für Frauen besonders wichtig!“

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SDAJ Berlin: Am 8. März auf die Straße!

Wir gehen am 8. März, dem internationalen Frauenkampftag, auf die Straße! Auch wenn man sich längst andere Verhältnisse wünscht: Es gibt nach wie vor viele Gründe, insbesondere am Frauenkampftag auf die Situation von Frauen im Kapitalismus aufmerksam zu machen. Die strukturelle Benachteiligung durch schlechtere Arbeitsbedingungen, die systematische Unterdrückung und psychische Folter durch die Fremdbestimmung des eigenen Körpers sowie der verbreitete Alltagssexismus zuhause, auf Arbeit und in der Öffentlichkeit sollten uns nicht ruhen lassen, bis wir dieses scheiß Patriarchat auf den Müllhaufen der Geschichte verfrachtet haben.

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Bundesarbeitsgericht stärkt Frauen den Rücken

Frauen die ihr Recht auf Lohnauskunft wahrnehmen; die also wissen wollen, ob sie schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen, haben künftig bessere Möglichkeiten, die gleiche Bezahlung gerichtlich durchzusetzen. Bislang zeigt die Praxis, dass es Frauen trotz des gesetzlichen Auskunftsanspruchs oft nicht gelingt, den erforderlichen Beweis der Diskriminierung in einem gerichtlichen Verfahren zu führen. Das Bundesarbeitsgericht hat gestern entschieden, dass die Lohnauskunft als Indiz ausreicht, um eine Diskriminierung wegen des Geschlechts zu begründen, wenn die männlichen Kollegen in dem Unternehmen mehr verdienen. Der Arbeitgeber muss dann versuchen, dies zu widerlegen.

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