Bundesarbeitsgericht stärkt Frauen den Rücken

Frauen die ihr Recht auf Lohnauskunft wahrnehmen; die also wissen wollen, ob sie schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen, haben künftig bessere Möglichkeiten, die gleiche Bezahlung gerichtlich durchzusetzen. Bislang zeigt die Praxis, dass es Frauen trotz des gesetzlichen Auskunftsanspruchs oft nicht gelingt, den erforderlichen Beweis der Diskriminierung in einem gerichtlichen Verfahren zu führen. Das Bundesarbeitsgericht hat gestern entschieden, dass die Lohnauskunft als Indiz ausreicht, um eine Diskriminierung wegen des Geschlechts zu begründen, wenn die männlichen Kollegen in dem Unternehmen mehr verdienen. Der Arbeitgeber muss dann versuchen, dies zu widerlegen.

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Umkämpftes Recht auf körperliche Selbstbestimmung

Auch im 21. Jahrhundert ist das Recht auf körperliche Selbstbestimmung der Frau noch immer umkämpft. Im vergangenen Herbst wurden in Polen im europäischen Vergleich schon scharfe Strafgesetze gegen Abtreibungen trotz Protesten weiter verschärft, der argentinischen Frauenbewegung gelang kurz vor dem Jahreswechsel der Erfolg einer Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen bis zur 14. Woche inklusive Kostenübernahme durch den Staat, doch der Oberste Gerichtshof der USA hat vergangene Woche in seiner ersten diesbezüglichen Entscheidung seit der Berufung der reaktionären Richterin Amy Coney Barrett den Zugang zu Abtreibungspillen wieder erschwert.

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EU soll Übereinkommen gegen Gewalt am Arbeitsplatz ratifizieren – ver.di fordert mehr Beratung und Ausbau von Frauenhäusern in Deutschland

Mehr Beratungsstrukturen und den Ausbau von Frauenhäusern hat das Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Stefanie Nutzenberger zum „Tag gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November gefordert. Die COVID-19-Krise zeige, dass dringender Handlungsbedarf bestehe, um insbesondere Frauen vor Gewalt zu schützen.

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Jede Gewalttat ist eine zu viel!

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt Maßnahmen zur Gewaltprävention und mahnt die Bundesregierung, die Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gegen Gewalt und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu ratifizieren.„Jede Gewalttat ist eine zu viel“, sagte Marlis Tepe heute in Frankfurt a.M. mit Blick auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am Mittwoch. „Gemeinsam müssen wir für dieses Thema konsequent sensibilisieren und ein Klima schaffen, das Gewalttaten brandmarkt und Mädchen von klein auf lehrt, wie sie sich gegen Gewalt wehren können.“ Tepe appellierte zudem an die Gleichstellungsministerinnen und -minister der…

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Nein zu Gewalt an Frauen: Für Selbstbestimmung und Gleichstellung!

Wenige Tage vor dem Internationalen Tag zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen bereiten sich Frauen weltweit auf Aktionen, Proteste und Kundgebungen vor. Dieses Jahr stehen die Proteste unter dem Vorzeichen der Pandemie und den Auswirkungen der kapitalistischen Wirtschaftskrise. Trotz der schwierigeren Bedingungen versuchen Frauen den öffentlichen Protest in Zeiten von Versammlungs- und Kontaktbeschränkungen zu verteidigen, indem sie neue und kreative Protestformen erproben.

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20 Jahre UN-Resolution 1325 – Frauen und Mädchen vor Kriegsgewalt schützen

„Die Bundesregierung hat ihre zweijährige Mitgliedschaft nicht genutzt, um Frauen und Mädchen besser in Kriegen und humanitären Notsituationen zu schützen“, erklärt Cornelia Möhring, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Jahrestages der UN-Resolution zum Thema Frauen, Frieden und Sicherheit am 31. Oktober.

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Gleiches Geld für Frauen und Männer: „Wir warten keine 101 Jahre mehr!“

Auch im 21. Jahrhundert verdienen Frauen durchschnittlich immer noch 20 Prozent weniger als Männer. Und das wird einer Studie des Europäischen Gewerkschaftsbundes zufolge auch noch eine Weile so bleiben. Setzt sich die aktuelle Geschwindigkeit der Angleichung konstant fort, bis ins Jahr 2121. Die IG Metall kämpft dafür, diese ungerechte Entgeltlücke möglichst schnell zu schließen, nicht nur mit Tarifverträgen. Der 20. Oktober ist in diesem Jahr der Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit. Das bedeutet: Den Rest des Jahres arbeiten Frauen quasi unentgeltlich. Das Datum wird jedes Jahr neu berechnet. Im vergangenen Jahr…

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Niederlage für Frauenhasser

Lisa Ecke über das Urteil zur Website babykaust.de Feinde von Schwangerschaftsabbrüchen sind in erster Linie Gegner von Menschenrechten für Frauen und positionieren sich zudem politisch meist rechts bis extrem rechts. Das wurde wieder einmal am Freitag bei einem Gerichtsprozess deutlich. Die Ärztin Kristina Hänel hatte gegen Klaus Günter Annen geklagt, den Betreiber der Internetseite babykaust.de.Auf der Website wurden Schwangerschaftsabbrüche als eine Steigerung des Holocaust bezeichnet und die Ärztin als „Entartete“ diffamiert.

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